©️Dora Drexel
Der lyrische Tenor Justus Rüll überzeugt durch ein leuchtendes, in allen Registern strahlendes Timbre. Nach seinem Bachelorabschluss an der Hochschule für Musik und Theater München (Klasse Prof. Iride Martinez) vertieft er ab dem Wintersemester 2026 seine Ausbildung im Master Konzertgesang bei Prof. Iride Martinez sowie im Fach Liedgestaltung bei Tobias Truniger.
Sein Werdegang ist geprägt von hochkarätiger Förderung: Die intensive liedgestalterische Arbeit mit Gerold Huber und prägende Impulse von Roberto Sacca bilden das Fundament seiner Entwicklung. Maßgeblich begleitet wird er zudem durch seine künstlerische Partnerschaft mit Stanislava Stoytcheva.
Früh machte Rüll durch Rollendebüts wie den Don Ottavio (Don Giovanni) in der Reaktorhalle München auf sich aufmerksam. Wesentliche Impulse für seine Arbeit mit dem Orchester des Staatstheaters am Gärtnerplatz erhielt er 2023 und 2025 in den Kursen von Prof. Marcus Bosch (Ferrando/Così fan tutte). Als gefragter Konzert- und Liedsänger gastierte Rüll bereits bei den Festspielen Europäische Wochen Passau und in der Reihe Klassik im Kloster.
Im Jahr 2026 unterstreicht er seine Vielseitigkeit mit dem Rollendebüt als Harlekin in Viktor Ullmanns Der Kaiser von Atlantis sowie als Ferrando in Così fan tutte an der Kammeroper München. Justus Rüll ist Stipendiat des Deutschlandstipendiums.
Seine Laufbahn begann bereits im Kindesalter als Tamino (Die Zauberflöte) in einer Konzertreihe mit den Münchner Philharmonikern, gefolgt von Engagements im Kinderchor der Bayerischen Staatsoper. Diese frühen Bühnenerfahrungen bildeten das Fundament für seine heutige Arbeit als lyrischer Tenor.